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MMM Ripa auf Schloss Bruneck

Auf Schloss Bruneck im Pustertal ist das Museum zum Thema Bergvölker untergebracht. Mit dem interaktiv angelegten Projekt will Reinhold Messner Gäste aus anderen Bergregionen zum Erfahrungsaustausch mit der bäuerlichen Bevölkerung vor Ort einladen.

Schloss Bruneck
Schloss Bruneck (c) Gabriel Kammerer

Gezeigt wird die Alltagskultur der verschiedenen Bergregionen und deren Bewohner durch Kunstwerke und Exponate. Der Name des Museums, Ripa, bedeutet "Bergmensch" in tibetischer Sprache. Seit Mai 2014 ist auch der Messerturm, besser bekannt als Rainturm, mit Verbindungsgang für die Museumsbesucher zugänglich. Der Messerturm diente um 1480 als Gefängnis und war zudem die östliche Begrenzung der Stadtmauer von Bruneck. Heute ist der Turm ein Ort der Meditation. 

Mehr Informationen über das Museum und die dort stattfindenden Wechselausstellungen gibt es auf www.messner-mountain-museum.it.

Geschichte

Schloss Bruneck, das wie die Stadt den Namen des Gründers trägt, ist von einer starken Wehrmauer mit Türmen und Rondell umgeben. Es ist noch vollständig erhalten und war bis 2004 - mit einer zeitlich ganz geringen Unterbrechung - im Besitz des Bischofs von Brixen (Bischöfliche Güterverwaltung). Im Jahr 2004 kaufte die Stiftung Südtiroler Sparkasse den mittelalterlichen Bau und überließ die Nutzung der Stadtgemeinde Bruneck. Im Juli 2011 eröffnet Reinhold Messner im Schloss ein Messner Mountain Musem zum Thema Bergvölker.

Den Eingang im Süden, ursprünglich durch eine Zugbrücke erreichbar, bildet ein spätgotisches Portal mit Eselsrücken und der Jahrzahl 1584. Am darüberliegenden Torturm befindet sich ein Gusserker, darunter das Wappen des Bischofs Andreas von Österreich (1591 - 1600).

Gleich innerhalb des Tores erhebt sich der einst freistehende gewaltige Bergfried, der älteste Teil der Burg, ursprünglich ein Wohnturm, was an der hochgelegenen zugemauerten Tür im Norden noch erkennbar ist. An ihn schließen sich die späteren Wohntrakte an. Die Bischöfe Albert von Enna (1323 - 1326) und Ulrich Putsch (1427 - 1437) erweiterten den Bau, der unter Bischof Christoph von Schroffenstein (1509 - 1521) ungefähr seine heutige Gestalt erhielt.

Den Nordeingang erreicht man über eine erst später erbaute Stiege. Das Tor trägt die Jahrzahl 1616. Durch ein großes Rundtor, das als Aufsatz ein von zwei Löwen gehaltenes Wappen des Bischofs Andreas von Spaur zeigt, gelangt man in den Innenhof. Gleich rechter Hand führt eine gemauerte Freitreppe in den Palas. An der Seite ist das Wappen des Bischofs von Schroffenstein mit der Jahrzahl 1519 zu sehen. An dieser Seite liegt ebenerdig ein größerer Saal.

An der linken Seite des Hofes schließt sich an die Innenseite des Turmes ein weiterer Wohntrakt an, einst die Wohnung des Schlosshauptmannes. An der Mauer haben mehrere Bischöfe ihre Wappen angebracht. Im Westen führt ein Wendelstiegenturm in die oberen Räume. Über dem Tor mit dem Andreaskreuz und der Jahreszahl 1602 sieht man das polychrome Wappen Christophs von Schroffenstein, an der Wand die Wappen der Bischöfe Spaur und Welsperg.

Schloss Bruneck wurde nie von einem Feind erobert. Dem Streit zwischen Herzog Sigismund, dem Landesfürsten von Tirol, und dem Bischof Nikolaus Cusanus, der auf Schloss Bruneck im Jahre 1460 seinen Höhepunkt erreicht hatte, gingen nur einige Auseinandersetzungen vor und in der Stadt voraus und auch die Besetzung durch die bayrische Verwaltung 1806 ging friedlich vor sich.

Öffnungszeiten:

  • vom zweiten Sonntag im Mai bis zum 1. November von 10 bis 18 Uhr; letzter Einlass um 17 Uhr
    vom 16. Dezember bis zum 25. April von 12 bis 18 Uhr; letzter Einlass um 17 Uhr
  • Dienstag Ruhetag